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Raven's Tagebuch
(Das Tagebuch eines Amerikanischen Colliewelpens)
5. - 6. Lebenswoche
04.08.2010
Heute ist "Feiertag": Wir sind 4 Wochen alt geworden! Frauchen und Herrchen haben heute ihren 20. Hochzeitstag! Ich hoffe so etwas passiert mir nie - 20 Jahre mit ein und der selben Frau - wo es doch so viele interessante Frauen auf der Welt gibt. Da hat Herrchen wohl nicht gut aufgepasst.
Aber unser neues Zimmer mit Aussicht hat er hervorragend hinbekommen. Statt 3 m² haben wir jetzt 9 m² vom Wohnzimmer in Beschlag. Und das alles auch noch rundherum mit Aussicht, so dass wir nun wirklich alles genau mitbekommen - einfach klasse! Mama kann sich jetzt auch viel besser bewegen, wo nicht mehr alles mit uns Welpen ausgefüllt ist.
Und dann dieser neue Bodengrund - fast so schön wie Schnee, "Sägespäne" sagt Herrchen dazu. Mit Anlauf hinein und wusch!!!
Heute haben wir eine Pediküre an den vorderen Füßen verpasst bekommen, damit wir Mama nicht mehr so sehr mit Streifenmuster nversehen, wenn wir an der Milchbar stehen, dabei sieht das so schön aus. Frauchen war beeindruckt, wie schön still wir beim Krallen schneiden gehalten haben. Mama war von dem Ergebnis hell auf begeistert.
05.08.2010
Unsere neue Behausung ist einfach super! Jetzt muss man nicht mehr mühselig über den Rand der Wurfkiste (des Pools) schauen, sondern man hat jetzt in allen Lebenslagen alles sofort im Blick! Aber das Gitter hätte man ruhig weglassen können. Wenn Mama z.B. wehrlos schlafend vor uns liegt, dann wäre das für uns eigentlich die Gelegenheit ihre Milchbar zu überfallen, aber da ist noch dieses verdammte Gitter ... . Aber wenn wir sie dann rufen ist sie gleich bei uns und stillt unseren Durst.
Tante Samira findet es auch toll uns nun den ganzen Tag zuschauen zu können. Zwischendurch kommt sie, damit wir uns beschnüffeln können. Bis zur Haustüre haben wir jetzt alles im Blick. Wenn sie auf ist können wir auch Autos und verschiedene Passanten erblicken.
An unserem Gartenauslauf haben wir heute auf einen Stock, mit einem faszinierenden runden Teil daran vorgefunden, dass sich kräftig im Wind drehte. Ein gewisser "Oohh-Effekt" machte sich unter uns breit. Frauchen hat heute wieder die Malerfolie hingelegt. Bei dem kräftigen Wind flog sie zum Teil bis zu einen Meter hoch. Aber die Windmühle war viel spannender.
06.08.2010
Heute sind wir wieder mit dem Auto gefahren. Bei einem Zwischenstop sind wir merkwürdigen Vierbeinern begegnet. Sie waren viel größer als Mama und beim Gehen haben die Füße so komisch geklackert. Und obendrauf saß auch noch ein Mensch!? Jeder von uns versuchte sich in der Transportbox den besten Platz zu erobern, um die beste Aussicht auf dieses riesige Etwas zu haben. Auch hier hätte man die Gitter ruhig weglassen können. Wie gerne hätten wir mit den Vierbeinern gespielt. Aber die haben uns einfach links liegen gelassen und gar nicht weiter beachtet.
Den anderen habe ich später gezeigt, wie man Bälle trägt, die noch nicht ins Maul passen. Frauchen hat uns extra welche mit Kordel dran gegeben. Also einfach mit den Zähnen an der Kordel gepackt und dann quer durch den Auslauf geschleppt, immer schön so, dass der Ball nicht den Boden berührt. Auch Luftsprünge sind jetzt an der Tagesordnung. Schlafen tuen wir immer weniger.
Hatte ich erzählt, dass wir inzwischen schon eingeweichtes Welpentrockenfutter mit unters Essen bekommen? Das ist was leckeres. Und Frauchen stellt uns jetzt immer ein Schüsselchen mit so einer durchsichtigen Flüssigkeit hin, die nach nichts schmeckt. Da bin ich heute morgen begeistert auf das neue Schälchen zugelaufen und habe mich auf ein leckeres Frühstück gefreut, und da stellt die uns nur ein leeres Gefäß hin. Als ich versuchte herauszufinden, ob sich nicht vielleicht doch noch ein paar winzig kleine Krümelchen darin befinden, da berührt meine Nase plötzlich irgendso eine kalte Flüssigkeit. Geprustet habe ich, um das Zeugs wieder aus der Nase zu bekommen. Nicht richtig zu sehen, aber doch irgendwie da!?! Was soll das denn sein? Will die uns vergiften? Aber Frauchen meint, das muss so sein. Also habe ich mich nochmal vorgewagt. Diesmal vorsichtig mit der Zunge voran. Und siehe da, das Zeug läßt sich ja trinken, aber Milch schmeckt viel besser.
Der neue Auslauf ist wirklich prima. Wann immer wir wach sind und nicht gerade mit Nahrungsaufnahme beschäftigt sind, wird kräftig getobt. Da geht es mit Vollgas von einer Ecke in die andere. Wenn einer noch daliegt und schläft, dann wird er als Bremsklotz genutzt. Ist er dann immer noch nicht wach, um mitzuspielen, dann wird er so lange mit den Zähnchen bearbeitet, bis er Lebenszeichen von sich gibt. Als besonders effektiv hat sich das Knabbern an den Öhrchen und am Schniedelwutz erwiesen. Herrchen kriegt es dann immer zuviel. Aber manch einer von den Geschwistern reagiert merkwürdigerweise dann auch immer etwas beleidigt und will dann erst recht nicht mehr mitspielen. Komisch... .
07.08.2010
Heute hat Herrchen den neuen überdachten Außenauslauf fertig gestellt. Hierzu hat er die überdachte Terasse mit den Seitenwänden mit einbezogen. Was für ein schöner Spielplatz!
Frauchen hat uns heute einen neuen Wassernapf hingestellt. Alasca hat gleich herausgefunden, dass er sich wunderbar als Swimmingpool nutzen läßt. Mit Anlauf hinein und wieder heraus. Ein paar von uns anderen haben es ihr gleich nachgetan. Frauchen hat diesmal nur gelacht und sich nicht so komisch angestellt, wie damals bei der Milch. Magic, der am liebsten neben Futternäpfen aller Art schläft (dann kann er besser vom Essen träumen) war jedesmal ganz überrascht, wenn er mit einer Wasserdusche geweckt wurde.
Amazone hat festegestellt, dass man beim Fangenspielen den Vordermann gut am Hinterteil packen kann und ihn dann so zum Stoppen bringt.
Da unsere Krallen und Zähne immer wirkungsvoller werden setzten uns die Zweibeiner jetzt immer mehr Grenzen beim Spielen. Und okay, damit wir sie bei Laune halten, gehen wir halt früher (oder manche später) darauf ein.
Frauchen, Herrchen, Mama und Tante Samira lassen uns jetzt auch schon mal kurze Zeit alleine. Wir sehen sie dann zur Haustüre hinausgehen. Nach kurzem Spiel legen wir uns dann Schlafen. Und wenn das Schloß an der Haustüre bei Ihrer Rückkehr klackt, dann gehen direkt alle Köpfe hoch und wir schauen ihnen schon gespannt entgegen.
08.08.2010
Ein Wunder! Heute ist das Wasser, das sonst immer nur in unserem Napf ist, ganz laut vom Himmel gefallen. Es hat überall ganz laut geprasselt, insbesondere auf dem Dach, über unserem neuen Auslauf. Auf den Platten draußen ist es, nach dem Aufprallen wieder richtig hochgespritzt. Das war ein Getrommele. Es war so laut, dass wir Frauchens Stimme gar nicht mehr hören konnten, obwohl sie gerade mit uns im Auslauf spielte. Aber ihre Mimik war ganz ruhig. Also haben wir uns ganz vertraut an sie gekuschelt.
Doch irgendwann wurde das doch recht langweilig und wir haben beschlossen weiter zu spielen. Herrchen hat uns nämlich eine große Kunststoffmuschel in den Auslauf gestellt, mit lauter Bällen darin. Als ich versucht habe mir so einen Ball zu schnappen, erwies sich mein Mäulchen als zu klein. "Flitsch" machte es jedesmal, als ich mit meine Zähnen abrutschte und das runde Etwas schoß ein Stück weiter vor. Also habe ich mir den nächsten Ball vorgenommen und das selbe wieder .... und wieder .... und wieder. Und dann habe ich herausgefunden, dass es tierischen Spaß macht, so die Geschwister abzuschießen ... .
Herrchen hat den Außenauslauf so gebaut, dass man ihn bei Schlechtwetter, über die geflieste Terasse, mit dem Innenauslauf verbinden kann. So haben wir 25 m² Fläche von den Zweibeinern für uns eingeheimst und dazu noch den Gartenauslauf. Wenn es so weiter geht, gehört das Territorium bald ganz uns. Wir müssen Herrchen und Frauchen nur genügend Honig um den Mund schmieren.
Als wir das erste Mal ins Außengehege entlassen wurden, haben wir sofort am Zaun randaliert. Da haben die Menschen uns doch tatsächlich von diesem tollen fließenden Wasser ausgeschlossen, dass etwa einen Meter von uns entfernt vorbei plätschert. Haben die denn noch nichts davon gehört, dass fließendes Wasser viel gesünder ist und vor allem besser schmeckt, als das abgestandene in unseren Näpfen. Die Zweibeiner müssen noch viel lernen!
09.08.2010
Heute hat man unser schönes plüschig gewordenes Fell bewundert. Auch Gewichtsmäßig haben wir kräftig zugelegt. Wir kommen inzwischen auf ein Gewicht von 3 bis 3,5 Kilo.
Vision entwickelt sich zur Zeit zum Flummi. Sie springt voller Freude senkrecht in die Luft und schießt dann ein paar Meter vor, um sogleich wieder in die Luft zu springen und absolviert dabei noch eine 180°-Wendung. Oder sie springt auf Höhe des Menschen, der gerade mit im Auslauf sitzt, hoch bis auf Augenhöhe "Schau mir in die Augen Großer" und rennt dann wieder los. Angeberin!
Alasca hat sich heute wiedermal ein neues Spiel ausgedacht. Man dockt an Mamas Schwanz an und läßt sich dann abschleppen, immer schön im Kreis herum. Mama fand das irgendwie gar nicht so komisch ... .
10.08.2010
Heute war "Papptag". Erst hat Frauchen uns eine Papprolle gegeben, die wir dann stolz im Wechsel durch die Gegend getragen haben, allen voran Ace. Dann hat sie uns einen Tunnel aus Pappkarton in den Auslauf gestellt. Nach kurzer Beratung haben wir Vision als Versuchskaninchen auserkoren. Ganz cool ist sie drauflos marschiert und dann einfach hindurch. Was die kann - das können wir auch haben wir Jungs uns gedacht und zack, ging es hinterher. Nur dass wir uns für die "Besichtigung" des Kartoninneren etwas mehr Zeit gelassen haben.
Zum Nachmittag haben wir dann noch eine schön rappelnde durchsichtige Plastikflasche, gefüllt mit Steinchen bekommen. Nachdem alle Versuche gescheitert sind an die Steine direkt heran zu kommen, kam Amaze auf die Idee sich mit Anlauf auf die Flasche zu werfen und dann geräuschvoll mitsamt dieser nach vorne kullern zu lassen.
Seit ein paar Tagen meint Mama, sie müsse uns zunehmend erziehen, d.h. ihren Willen aufzwingen ... . Wenn wir zu wild spielen, dann stupst sie den Verursacher an, bis er vorsichtiger wird. Wenn wir es mit Mama zu wild treiben, dann zeigt sie uns die Grenzen auf. Aber sie zeigt uns auch, wie man sich untereinander mitteilt und spielt, angefangen von Spielaufforderungen (Vorderkörpertiefstellung mit Wedeln), über leichtes Pfotentouchieren bis hin zu behutsamen Spielereien in angemessener Distanz. Zwischendurch wird immer wieder eine Pause eingelegt, mit zärtlichen Knabbereien, Beschnuppereien und Leckereien. Die Zweibeiner schauen immer ganz fasziniert zu, wie sie uns Verhalten, Mimik und Gestiken der Hundesprache lehrt.
11.08.2010
Heute sind wir 5 Wochen alt geworden. Als wir im Garten waren, überlegte Frauchen schon, ob wir vielleicht Windhunde statt Collies sind, so ausgelassen haben wir hin und her gefegt. Ace hat es heute geschafft die Waage zu "sprengen". Die 4 Kilo Lebendgewicht zuzüglich Wiegeschüssel hat die Waage dann doch nicht mehr gepackt. Frauchen kocht einfach zu gut. Heute gab es das erste Mal eine geknetete Kartoffel mit unters Futter. Gestern haben wir abgekochtes fein gehacktes Fleisch mit unter unser eingeweichtes Welpentrockenfutter bekommen. Besonders lecker ist auch etwas Quark zu unserem Welpenbrei. Zwischendurch dann immer wieder einen Schluck von Mamas Milchbar und die Welt ist in Ordnung.
12.08.2010
Inzwischen sind wir so groß, dass wir draußen alle ohne Menschenlift in die Ballkiste kommen. Das ist ein Spaß! Ich bin immer noch der Ballkönig und zeige den anderen, was für tolle Sachen man machen kann.
Heute sind wir zum ersten Mal mit Herrchen alleine Auto gefahren. Wir haben uns wieder ganz artig hingelegt und geschlafen.
Mama hat sich heute zu uns gelegt und gezeigt, wie man auch flach auf dem Boden liegend wunderschön spielen kann, zuzüglich sanfter Pfotenstubser und untermalt von ganz leisen Spiellauten. Bis das alles mal so ausgefeilt klappt müssen wir aber noch etwas üben. Aber wir haben ja eine tolle Lehrerin. Wenn wir durch die Gegend laufen und Mama erscheint irgend etwas zu gefährlich oder wir gehen irgendwo dran, wo wir nicht dran gehen sollen, dann verpasst sie uns Stubser, bis wir die Richtung wieder wechseln. Sie sorgt sich wirklich prima um uns, auch wenn wir den Sinn nicht immer so ganz einsehen - noch nie was von antiautoritärer Erziehung gehört?
13.08.2010
Heute hatte Frauchen sich in den Kopf gesetzt, dass "Beschallungstag" ist. Das meiste war zwar ungeplant, aber ergab sich halt so schön. Es fing mit dem Müllauto an. Schon seit längerem versucht Frauchen den laut lärmenden Wagen abzupassen. Heute hat es endlich geklappt. Aber was hat sie erwartet? Wir konnten Mama und Tante Samira lagen ganz cool in der weit geöffneten Haustüre liegen sehen, also was soll uns das dann belasten?
Kaum waren wir im Garten, da ging, zu Frauchens Freude, die Sirene von der freiwilligen Feuerwehr los. Wer weiß, vielleicht hat sie irgendwo Feuerteufel gespielt?
Als Mama mit im Auslauf war, packte Frauchen den Rasenmäher aus, den wir bisher mehr aus der Distanz kannten. Heute mähte sie bis an unseren Zaun heran. Erst waren wir etwas skeptisch, aber als wir sahen wie ruhig Mama blieb, da merkten wir schnell, dass der Rasenmäher anscheinend eng verwandt ist mit dem Staubsauger. Beide sind zwar laut, tun aber nichts und werden von Frauchen gut gebändigt. Also kein Grund zur Panik.
Heute haben wir das erste Mal etwas Obst mit unters Futter gemischt bekommen, zerknetete Banane, das war echt lecker.
Inzwischen sind wir richtig hochbeinig geworden und damit auch viel schneller. Die Runden, die wir drehen werden immer größer. Alascas Schwanzfesthaltespiel hat inzwischen in etwas abgewandelter Form die Runde gemacht. Das Opfer wird jetzt nicht mehr festgehalten, sondern der Schwanz bieter sich wunderbar als Andockstelle an, wenn man den Vordermann beim Fangenspielen "stellt".
14.08.2010
Heute hatten wir Besuch von einer der zukünftigen Welpenbesitzerfamilien. Das war ein Spass. Die großen Zweibeiner hatten zwei kleine Zweibeiner dabei, die die ganze Zeit mit uns gespielt haben. Da brauchte man sich gar nicht so zu recken, um auf Augenhöhe zu kommen. Ganz behutsam sind sie mit uns umgegangen und ein jeder von uns hat sich von seiner besten Seite gezeigt.
Bei dem schönen Wetter konnten wir zum ersten Mal von Morgens bis Abends draußen bleiben. Das war toll. Danach waren wir aber auch so richtig müde.
15.08.2010
Heute wurden wir zum ersten Mal geduscht. Wann immer wir in den Garten gebracht wurden, konnte Frauchen die Uhr danach setzen, dass es in der nächsten viertel Stunde so richtig schön kräftig anfing zu regnen. Uns hat das nicht weiter gestört, hauptsache wir konnten toben. Aber Frauchen hatte was dagegen, damit wir nicht auskühlen, denn zeit uns Muße uns in den Unterschlupf zu legen hatten wir keine. Mama konnte das beim zweiten Mal auch nicht mehr mit ansehen und hat dafür gesorgt, dass wir unter dem Regenschutz (Igluzelt) blieben, indem sie ihre Milchbar dort öffnete. Als sie fertig waren, ließ Frauchen aber nicht mit sich diskutieren, sondern sorgte dafür, dass wir zügig nach drinnen kommen, damit wir nicht auskühlen. Von unserem Spruch "Was uns nicht tötet, macht uns nur noch härter" hielt sie irgendwie gar nichts. Das Heraus- und kurz darauf wieder Hereinbringspielchen haben wir über den Tag verteilt noch ein paarmal wiederholt. So konnte Frauchen wenigstens ihre Armmuskeln trainieren und wir haben unsere ersten Pfützen kennenlernen können.
Das Fotoshooting erwies sich heute auch als etwas mühselig, da Frauchen verzweifelt versuchte ein paar Modelfotos von uns begossenen Collies (nicht Pudeln) in den Momenten zu knipsen, als es noch nicht so kräftig regnete. Aber Petrus war heute gnadenlos mit uns Erdlingen. So hat Frauchen die Pausen gefüllt, indem sie ihre Homepage mit noch ein paar Informationenen über den "American Collie" füllte. Zwischendurch hat sie toll mit uns gespielt.
Beim Spielen singen wir inzwischen ein ganzes Repertoire an verschiedenen Melodien herauf und herunter, um den gegenüber zu beeindrucken. Mama hat uns heute wieder mit einer zusätzlichen Mahlzeit beglückt. Wenn Frauchen nicht zu nah ist, dann versorgt sie uns ab und zu mit einer hervorgewürgeten, vorverdauten letzten Mahlzeit (ganz wie bei den Wölfen).
Jetzt warten wir sehnsüchtig auf unser zweibeiniges Patenkind Tobias, der für ein paar Tagen bei uns wohnt und immer so tolle Spiele mit uns spielt. und uns so toll mit versorgt hat. Wir wollen ihm gratulieren, denn heute hat er auf der Europazuchtschau des CfAC, das Juniorhandling, mit einem ihm völlig fremden Jungrüden gewonnen. Wir sind mächtig stolz auf Ihn!
16.08.2010
Heute war so eine Frau hier und hat uns von oben bis unten begutachet und befummelt. An unserem besten Stück war sie dran, und hat nach irgendetwas getastet. Herrchen und Frauchen schienen sehr zufrieden mit dem Ergebnis zu sein. Dann hat sie so eine runde Metallscheibe auf unserem Brustkorb herumgeschoben und uns in alle Körperöffnungen geschaut. Alles war bestens.
Dann hat sie so eine riesen Nadel ausgepackt. Mit der Schere hat sie erst unseren kostbaren Halskragen an einer Stelle einfach so beschnitten. Weder Mama noch Frauchen haben protestiert. Und dann hat sie diese Riesennadel in die Hand genommen und hat schonungslos zugestochen .... . Todesmutig und tapfer, bis in die letzte Haarspitze, haben wir diese Tortour ausgehalten. (Psst: nicht verraten, aber in Wirklichkeit haben wir so gut wie nichts gespürt und die Untersuchung war eine willkommene schöne Abwechslung .... .)
Herrchen und Frauchen waren auf alle Fälle hoch zufrieden, dass die Tierärztin befunden hat, dass mit uns alles in Ordnung ist und wir nun alle gechipt sind, damit man uns überall eindeutig identifizieren kann. So kann auch am Mittwoch bei der Augenuntersuchung nichts mehr schief laufen.
Frauchen hat jetzt die Vorlagen für die TASSO-Registrierung. Hier werden beim Verkauf die zukünftigen Besitzer mit Namen und Adresse eingetragen. Denn sollte mal der unglückliche Fall eintreten (was wir natürlich nicht hoffen wollen), dass einer von uns verloren geht, dann können wir, über die bei Tasso registrierte Chipnummer, wieder zu den Besitzern zurückvermittelt werden.
Heute haben wir ein Gitterrost mit in den Auslauf bekommen. Wir sind gleich alle hingestürmt und haben das komische Teil begutachtet und siehe da, wie verabredet standen wir alle binnen weniger Sekunden oben drauf.
Die 14 Tage waren wieder herum, so dass es heute wieder für jeden eine kleine Portion Quark gab, gefüllt mit irgendso einem harten Ding, Wurmkur genannt. Frauchen amüsiert sich jedes Mal, wenn diejenigen, die schon ihre Portion bekommen haben, den anderen versuchen das Mäulchen auslecken, um mehr zu bekommen. Anstatt uns so schamlos auszulachen, soll sie mal nicht so geizig sein und lieber jedem von uns ein ganzes Quarkpöttchen hinstellen!
17.08.2010
Frauchen hat heute wieder versucht uns vergeblich zu ärgern. Bei dem kräftigen Wind hat sie alle möglichen Flattersachen aufgehangen, um uns zu provozieren .... . Aber wir coole Bande lassen uns mit nichts, aber auch garnichts aus der Ruhe bringen. Wenn irgendetwas anfängt zu wackeln und zu flattern, dann wird es damit erst richtig interessant und muss genauer untersucht werden. Ätsch!
Ich hatte noch gar nicht erzählt, dass Frauchen, seit sie uns nach draußen lässt, immer hin geht und uns heran ruft, bevor sie uns heraus oder später hinein lässt. Man könnte auch sagen, dass sie schamlos unsere auf Toben oder auf ein gemütliches warmes "Nest" oder Futter ausnutzt und sie nur meint uns zu erziehen. Aber letztlich sind wir auch glücklich, wenn alles harmonisch abläuft und wir mit Frauchen die Freude teilen können, dass es irgendwo hingeht. Und wenn einer dabei ungeduldig anfängt zu quengeln, weil er der erste sein will, dann wird er mit einem "Nein" zur Ruhe gebtracht und ansonsten erst einmal sitzen gelassen, bis er sich wieder beruhigt hat und erst dann herausgenommen.
Reihum bekommen wir immerwieder mal im Wechsel Mamas altes Geschirr angezogen, damit wir uns schon einmal daran gewöhnen. Demnächst bekommt auch jeder sein eigenes und dann will sie mit uns anfangen ein wenig an der Leine zu gehen. Da bin ich ja mal gespannt!
Fortsetzung siehe unter 7. - 8. Lebenswoche
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